Modetrends variieren heutzutage von Saison zu Saison. Es ist mit Sicherheit schwierig, treffende Prognosen für die absoluten Trends der Zukunft aufzustellen, allein schon aus dem Grund, dass Geschmäcker verschieden sind. Auf den großen Bühnen dieser Welt wie etwa Paris, Mailand, New York, London etc. lassen Designer schon fast vierteljährlich ihre neuen Kollektionen vorführen. Pünktlich zu jeder Jahreszeit eben. Dabei liegt der Fokus mehr auf dem Schnitt bzw. dem Farbmuster der Kleidungsstücke, als auf der tatsächlichen Tragbarkeit der, teils wirklich suspekten, Kreationen. Das dürfte aber schon jedem aufgefallen sein. Stellt sich bloß die Frage, was die Modebranche in diesem Frühjahr zu bieten hat. Nach den doch sehr grell und farbenfroh gestalteten Schöpfungen der letzten Jahre, beschränkt sich die Modebranche nun auf einige wenige Farben und versucht künstlerische Designs einfließen zu lassen.
Back to the roots
Back to the roots heisst es heuer in der Damenabteilung. Bereits in den vergangenen zwei bis drei Jahren hat der Retro-Look immer mehr an Popularität gewonnen. Im Winter wie im Sommer. Doch wenn von Retro gesprochen wird, dann assoziiert man damit bunte und freche Sommerkleider, elegante Blusen mit den obligatorischen Rüschen und natürlich nicht zu vergessen die allerseits beliebten Röcke, mit dem gewissen Tick mehr Beinfreiheit. Die wilden 60er und 70er Jahre eben. Dieses Jahr hingegen drehen die Modeschöpfer noch stärker am Uhrzeiger der Zeit und bringen uns zurück an die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Wie es der Zufall will, kann die Zahl 20 nicht zutreffender sein, denn der Modetrend 2012 lautet: Back to the twenties! Die Gurus dieser Branche haben sich entschieden dem Schnitt der Kleidung, wieder einen etwas konservativeren, klassischeren Hauch zu verpassen. Die Farben werden natürlich ebenfalls generalüberholt. Frei nach dem Motto: Weg von den neumodernen Farbsünden, zurück zum einheitlichen Farbmuster. Weg von extremen Grün-, Violett-, oder Neontönen und zurück zum dezenteren Hellblau oder der designierten Trendfarbe dieses Sommers: Caramel. Allgemein wird in immer größerem Maße auf Bonbon-Farben gesetzt, ohne die sogenannten „Evergreens“ außer Acht zu lassen. Etliche Designer lassen zur Zeit ihre Models nämlich auch komplett in Weiß über den Laufsteg schweben, was allerdings zu Kritik von Seiten der Modeexperten führt, da sie sich nicht mit der farblichen Monotonie abfinden können. Kombiniert mit einem zeitgemäßen Blumenmuster, wäre der Sommertrend perfekt.
Bunt, fröhlich und stilsicher
Im Gegensatz zu den Frauen ändert sich an der Männermode nicht sehr viel. Abgesehen von den Farben. Denn was bei den Frauen eher in den Hintergrund rückt, ist bei den Männern enorm angesagt. Vor allem was Hosen, Hemden und Blazer anbelangt, wird es dieses Frühjahr sehr bunt zugehen. Knallfarben, wie zum Beispiel Fuchsiarot, dominieren die Herrenwelt. Man könnte jetzt sagen, es läuft auf das Auffallen um jeden Preis hinaus, jedoch hat sich auch dieser Trend über die letzten Jahre hinweg angekündigt. Am besten kombiniert man so eine ausgefallene Garderobe mit gedeckten Tönen wie Grau, Beige und Olivgrün, aber natürlich auch dem zeitlosen Schwarz. Was die Muster betrifft, bewegen sich die Herren parallel zu den Damen, ergo florale Muster, Thema Hawaii und Freizeit. Der letzte Schrei, so vermutet man, werden diesen Sommer bunte Socken sein. Wer dann schlussendlich doch nicht jeden Trend mitmachen möchte, der bleibt bei den legeren Accessoires, wie den geknoteten Schals oder Tüchern, den Ballonmützen, oder einfach beim Freizeitjackett, in welchem man bei ziemlich allen Anlässen gut aussehen kann.


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