Der Handel ist voll davon, so manche Kinderzimmer quillen vor lauter Platzmangel über und viele können gar nicht genug davon haben. Die Rede ist von Spielzeug. Man kennt sie, die leuchtenden Augen der Kleinen, wenn man bei einem Spaziergang an einem Schaufenster vorbeigeht und sie sich sofort in das toll blinkende Tierchen darin verlieben. Die übermittelte Nachricht an die Eltern ist klar: Will haben. Dieser Wunsch wird den Kindern dann auch selten abgeschlagen. Diese alltägliche Situation birgt jedoch Risiken, wenn Erwachsene nicht Acht geben. Spielzeug wird heutzutage überall auf der Welt in Massen hergestellt, so dass bei der Produktion immer öfter gesundheitsgefährdende Stoffe hergenommen werden, um den großen Konsum zu gewährleisten. Allerdings gibt es Möglichkeiten sich und sein Kind zu schützen.
Die Erkennungsmerkmale
Aufgrund der aktuellen Lage, sind in Deutschland und der EU die Richtlinien, die die Schadstoffbegrenzung der Spielwaren betreffen, deutlich verschärft worden. Man kann natürlich auch selbst erkennen, wie es um die Qualität des Spielzeugs beschaffen ist. Bei der Prüfung des Äußeren kann Gutes von Schlechtem getrennt werden, in dem man zum Beispiel an der Oberfläche kratzt. Blättern dabei Farbteile ab, so sollte man vom Kauf Abstand nehmen. Ebenfalls wichtig ist die Geruchsprobe. Es gibt Spielsachen, die sehr nach Chemikalien riechen. Da Kinder gerne alles in den Mund nehmen, wird von solchen Exemplaren dringlichst abgeraten, weil es besonders für kleine Kinder sehr gefährlich ist. Der Preis ist bei der Kaufentscheidung natürlich auch zu berücksichtigen. Das heißt nicht, dass die teuren Produkte die Besten sind, nur hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass Billig-Spielzeug die höchsten Blei-Werte aufweist. Bei Spielzeug, das aus mehreren Teilen besteht, sollte Wert auf die Standhaftigkeit gelegt werden. Kinder sind ja in der Lage unglaubliche Demontagen zu vollführen, weshalb man bei mehrteiligen Spielsachen schauen sollte, dass keine verschluckbaren Kleinteile enthalten sind. Kuscheltiere müssten im besten Falle waschmaschinentauglich sein, um vor der Erstverwendung frei von jeglichen Schadstoffen sein zu können. Optimal ist jedoch, wenn man sich vor Ort fachkundig beraten lässt.
Auf Prüfsiegel achten
Die Prüf- und Qualitätssiegel sind in letzter Zeit stark in den Vordergrund gerückt. Das bekannteste dieser Siegel ist wohl das Zeichen „Geprüfte Sicherheit“ (GS). Es bescheinigt, dass das Produkt den deutschen und damit auch europäischen Spielzeugrichtlinien entspricht. Um dieses Zeichen auf seinem Produkt anbringen zu können, muss es der Hersteller bei einer zugelassenen Prüfstelle diversen Tests unterziehen lassen. Ein weiteres Zeichen, wäre das TÜV-Siegel, welches auf die erfüllten Sicherheitsanforderungen hinweist. Der Blaue Engel ist die erste und älteste umweltschutzbezogene Kennzeichnung. Damit werden Produkte ausgezeichnet, die besonders umweltfreundlich sind und zugleich hohe Ansprüche an die Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Außerdem sind die Altersangaben auf den Verpackungen zu beachten, mit denen der Hersteller auf verschluckbare Kleinteile hinweist. So wird man als Kunde sehr gut über die Beschaffenheit informiert und kann schlussendlich für sein Kind und sich die bestmögliche Entscheidung treffen.


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